Alte Gärtnerei e.V.
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Gartenblog

Das Gartenjahr

 

Februar

 

Von Lichtmess und dem 1. Gänseblümchen 

Spätestens am 2. Februar ist Schluss: Zu "Mariä Lichtmess" werden Tannenbäume aus Kirchen und Stuben geräumt und die Krippen abgebaut. Der christliche Feiertag ist traditionell somit das letzte Fest der Weihnachtszeit und zugleich ein Neubeginn, wenn Kerzen in Lichterprozessionen für das neue Jahr geweiht werden. Auch in anderen Kulturen war die Zeit Anfang Februar die Zeit des Lichtes.

Für uns Gärtner kennzeichnet Lichtmess ebenfalls einen Neubeginn.

Jetzt kann man es auch richtig merken, dass die Tage wieder länger werden, wir haben wieder mehr Licht und das Leben kehrt in unseren Garten zurück.

Die Hühner legen wieder mehr Eier, und an warmen sonnigen Tagen fliegen die ersten Bienen aus.

Winterling, Stiefmütterchen und Zaubernuss gehören zu den ersten Boten des Frühlings. Sie bringen schon im Februar mit ihren Blüten Farbe in den Garten.

 

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) gehört zu unseren immergrünen Pflanzen. Auch unter Eis und Schnee findest du seine Blattrosette. Zugegeben, ohne Blüte braucht es schon ein geschultes Auge, um die Pflanze zu erkennen.

Ihr Erscheinungsbild erinnert ein bisschen an Feldsalat. Und genauso kannst du die Blätter auch kulinarisch verwenden. Sie sind sehr schmackhaft und auch knackiger als der Feldsalat.

 

Blüten kannst du fast das ganze Jahr finden.

Es gibt eine alte Volksweisheit, diese lautet:

 

"Wenn du die ersten 3 Gänseblümchen, die dir im Jahr begegnen, mit dem Mund abbeißt und ganz schluckst, bist du das ganze Jahr vor Fieber, Augenkrankheiten und Zahnschmerzen geschützt."

 

Nicht mit den Fingern pflücken, sondern hinknien und abbeißen. Das ist der Trick dabei!

Kann ja eigentlich nicht schaden, vielleicht sollten wir es mal ausprobieren. J

 

Die Zaubernuss (Hamamelis) kann im wahrsten Sinne des Wortes zaubern. Sie zaubert uns in den, doch oft tristen, Februartagen Farbe in den Garten. Egal ob gelb oder orange, im donaunebelgrau leuchtet sie wunderschön.

Allerdings sind die heilenden Wirkstoffe der Zaubernuss nicht in den farbenfrohen Blüten zu finden. Dafür müssen wir noch ein bisschen warten und die frischen Blätter, junge Zweige und Teile der Rinde sammeln und destillieren. Das Hydrolat ist perfekt zur Bereitung von Kosmetika.

 

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt die Gehölze, also Bäume und Sträucher, zurück zu schneiden. Auch viele Obstbäume können jetzt geschnitten werden.

Bitte denkt auch daran das ab 1. März bis Ende September größere Rückschnitte aus Artenschutzgründen erst mal verboten sind.

 

Wir könnten auch schon ein kleines bisschen mit den Vorbereitungen für unseren Gemüsegarten beginnen. An einem hellen warmen Ort können wir Ende Februar die Aussaat von Chili und evtl. auch von Paprika beginnen. Außerdem kann man jetzt anfangen Süßkartoffeln ins Wasser zu stellen um sie antreiben zu lassen. Diese Triebe kann man dann später im Gartenjahr als Stecklinge in Töpfen weiterkultivieren bis sie Mitte Mai in Beet gepflanzt werden dürfen.

 

Ab März geht es dann richtig los.

Ich versuche im Februar noch ein bisschen Ruhe zu tanken damit ich mich ab März mit voller Kraft in die Pflanzenanzucht stürzen kann.

Das Gartenjahr

 

Januar

 

Vorbereitung ist die halbe Miete

 

 

Der Garten hält seinen wohlverdienten Winterschlaf.

Der Gärtner erfreut sich vielleicht an der glitzernden Schneedecke,

oder er erntet noch das ein oder andere Wintergemüse.

 

Natürlich ist es jetzt etwas ruhiger was die Arbeiten des Gärtners angehen.

Der Januar oder auch schon der Dezember sind die besten Monate sich einen

Plan und Gedanken über das neue Gärtnerjahr zu machen.

Jetzt ist die Zeit gekommen seine Saatgutbestände zu überprüfen,

welches Saatgut konnte letzte Saison gewonnen werden,

wo hat es leider nicht geklappt.

Welches Saatgut muss bestellt oder kann getauscht werden.

Ihr denkt dazu ist doch noch Zeit?

Natürlich muss man nichts überstürzen,

aber es ist doch jedes Jahr das gleiche,

und auf einmal ist März und April und dann wird es halt doch eng.

Vielleicht habt Ihr auch ein tolles Plätzchen gefunden,

wo noch eine neue Staude oder sogar

ein Bäumchen den Garten bereichert.

Auch das sollten wir in unseren Plan aufnehmen. 

Ja was für ein Plan eigentlich.

Es ist bei einem größeren Garten, einem Selbstversorger- und

Hobbysamengärtner - Garten durchaus sinnvoll

„Anbau oder Anpflanzpläne“ zu erstellen.

So ist die Chance höher nichts zu vergessen und man hat auch einen

besseren Überblick über die Fruchtfolgen.

Denn nicht jede Pflanze kann jedes Jahr ohne Probleme

auf dem gleichen Platz stehen.

Auch ein Blick in die Vorratskammer kann aufschlussreich sein.

Wenn noch 150 Gläser Marmelade und eingelegte Gurken

von letzter Saison auf dem Regal stehen,

können wir im neuen Gartenjahr vielleicht anstatt der Einlegegurken

mal einen neuen Kürbis oder eine andere Kohlsorte ausprobieren.

Jede Familie, jeder Haushalt hat seine eigenen Vorlieben, genau das

sollte bei Eurem Gartenplan berücksichtig werden.

Es gibt kein Standardprogramm für den Hobbygärtner.

Gemüsevielfalt, Beerenobst, Kräuter und vieles mehr

können nach eigenem Geschmack

und natürlich den regionalen Gegebenheiten angebaut werden.

Der Snackgarten zum sofort vernaschen ist genauso reizvoll wie der

Selbstversorgergarten mit Lagergemüse

oder der Kräutergarten für Tees und Räucherwerk.

Jeder Garten ist ein Unikat.

Nehmt Euch die Zeit und macht Euch jetzt schon Gedanken,

für einen guten stressfreien Start ins neue Gartenjahr.

Vereinssitz

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Ulmer Str. 3

86660 Tapfheim

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Bei Interesse oder Fragen können Sie uns per E-mail kontaktieren.

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