Alte Gärtnerei e.V.
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Gartenblog

Das Gartenjahr

Mai

Alles neu macht der Mai

oder grün grün grün sind alle meine Kleider

 

 

Okay ein bisschen mehr Sonne wäre vielleicht schon schön so Anfang Mai.

Aber dafür dürfen wir uns über sattes Grün in den leuchtendsten Farben freuen.

 

Wer ein Gewächshaus hat, der ist vielleicht mit dem einpflanzen seiner Gemüsepflänzchen schon fertig.

Alle wärmebedürftigen Jungpflanzen welche nach draußen gepflanzt werden sollten noch etwas im warmen bleiben. Bei schönem Wetter dürfen sie sich schon mal an die Sonne gewöhnen und über Tags auf der Terrasse oder dem Balkon Platz nehmen. 

Nach den Eisheiligen, Mitte Mai, dürfen dann wirklich alle Pflanzen raus ins Freie.

 

Zuletzt haben wir jetzt noch die Bohnen in Töpfe gesteckt.

Damit ist für uns der Großteil der Gemüsepflanzen für dieses Jahr gesät.

Natürlich kommt immer noch der ein oder andere Salat oder dann später auch das Herbst und Wintergemüse.

 

Immer wenn ich an das Frühlingsgrün denke kommt mir der Waldmeister in den Sinn.

Wichtig ist ihn vor der Blüte zu ernten und wegen dem hohen Cumarin Gehalt vorsichtig mit der Pflanze umzugehen.

Maibowle ist wohl der Klassiker, aber auch ein Likör und ein Sirup aus der grüne Pflanze ist sehr lecker. Auch darf man den Waldmeister als Heil- und Räucherpflanze nicht unterschätzen.

 

Etwas spät sind dieses Jahr die Fichtenwipfel dran. Aber ich hoffe in den nächsten Tagen wieder Hustensaft und Likör aus den ganz frischen Spitzen ansetzen zu können.

 

Wenn ich so durch meinen Garten gehe und die vielen Blüten der Obstbäume und Sträucher sehe kann ich mich auf einen erntereichen Sommer und Herbst freuen. Damit uns die Vielfalt nicht ausgeht haben wir sogar noch 3 neue Apfelbäumchen gepflanzt.

Heuer darf ich zwei Hochbeete und drei kleinere Runde Beete mit meinen Kräutern bepflanzen, in der Hoffnung das diese dort nicht von der anderen Vegetation überwuchert werden. Einiges davon habe ich schon vorgezogen und anderes, wie z.B. Kornblume und Ackerringelblume werde ich direkt in die Beete säen.

Im Herbst freue ich mich dann auf neue Tee- und Räuchermischungen.

 

Ich wünsche Euch allen sonnige Stunden und Tage im Garten.

 

Das Gartenjahr

April

April April der macht was er will

 

Die Anzuchtbeete sind voll, die Kürbisgewächse (Gurken, Melonen, Zucchinis, und natürlich die Kürbisse) sind alle ausgesät, fehlt nur noch das gute Wetter.

 

Ich weiß ja nicht wie es Euch geht,

aber so langsam könnte der Schnee und das nass kalte Wetter auch mal aufhören.

 

Das Lieblingskraut aller Tomatenliebhaber das Basilikum stuppst schon aus der Erde, doch die Kapuzinerkresse darf noch etwas warten denn diese werden wir dann später direkt aussäen.

 

Spätestens im April sollten alle Beete für die neuen Pflanzen vorbereitet werden. Evtl. die Gründüngung unterhacken und die Erde auffüllen und auflockern. Beikräuter entfernen oder für Tee ernten ;-), jetzt kann man auch gleich noch die Beeteinfassung erneuern oder ausbessern.

 

Besonders freut mich am April immer das wieder frisches „Grün“ auf den Tisch kommt.

Bärlauch in allen Varianten, Rezepte dazu habt ihr sicher schon genug in Eurer Sammlung.

Auch der Schnittlauch und die Winterheckenzwiebel bereichern den Tisch mit frischer Pflanzenkraft.

Junge Löwenzahn- und Brenneselblätter sind nicht nur für Smoothies und Salate interessant, auch für den Tee können wir diese jetzt schon verwenden und trocknen.

Duftveilchen, Schlüsselblumen sowie Gänseblümchen machen den Rasen bunt. Auch hier dürfen wir ein paar Blüten für den Tee oder auch als Räucherwerk trocknen.

 

Wer jetzt schon für die nächste Erkältungswelle vorbereitet sein will sollte im April Ausschau nach Fichtenwipfel halten. Diese lassen sich zu einem leckeren und wirksamen Sirup aber auch zu einem Likör verarbeiten.

Auch als Salz gemischt mit Zitronenschale sind die Fichtenwipfel sehr schmackhaft.

Wenn man mit offenen Augen durch den Garten geht findet man natürlich noch viel mehr Kräuter welche jetzt ihre ersten zarten Blätter oder sogar schon kleine Blütchen aus der Erde strecken.

 

Ich wünsche Euch einen schön April und hoffe Eure Jungpflanzen sind schön kräftig am wachsen. 

 

Das Gartenjahr

 

März

 

Auf die Plätze fertig los ……

 

Jetzt geht es richtig los.

Das Gartenjahr kommt so richtig in Fahrt.

 

Die Paprika und Chili welche wir Ende Februar ausgesät haben können wir Mitte des Monats pikieren, natürlich brauchen es diese Pflänzchen trotzdem noch warm, also aufpassen wenn es Nachts oder auch unter Tags nochmal kalt wird.

 

Und wenn wir dann schon im Gewächshaus stehen, können wir gleich noch die leckeren, bunten Tomaten aussäen.

Was wir auf keinen Fall vergessen dürfen sind unsere Kräuter. Die meisten davon können wir auch schon jetzt vorziehen.

So haben wir im Sommer eine duftende Auswahl an leckeren Tee- und Küchenkräutern in unserem Garten stehen.

Je nachdem wie schnell unsere Saaten aufgehen können wir diese dann auch Ende dieses Monats oder spätestens Anfang April auch pikieren.

Die Zeiten im Gewächshaus geben uns jedes Jahr aufs Neue wieder ein Gefühl von Aufbruch und Neuanfang. Wenn wir die besondere Kraft dieser Zeit noch verstärken wollen, unterstützen wir dies mit selbstgemachtem Räucherwerk.

 

Wurzel für Tinkturen, Tees oder als Räucherkraut können im Herbst oder spätestens jetzt im „zeitigen“ Frühjahr ausgegraben werden.

Im Frühjahr schaue ich auch gerne meine Kräuter-, Samen-, und Wurzelvorräte durch und erstelle mir eine Liste welches Pflänzchen ich heuer auf jeden Fall trocknen und verarbeiten muss und wovon noch ein größerer Vorrat aus der letzten Gartensaison vorhanden ist.

Auch ein Blick in die Vorratskammer kann nicht schaden. Denn wenn noch 100 Gläser Marmelade im Regal stehen kann man diese Saison vielleicht das Augenmerk auf andere leckere Zubereitungen setzen und sich evtl. auch mal auf neue Rezepte und Kreationen wie z.B. Fruchtleder, Säfte oder Eis konzentrieren.

 

Der März ist auch noch mal eine gute Zeit um leichte Rückschnitte an Obstbäumen vorzunehmen.

(Ausgenommen Süßkirschen)

Lange Rede … ab an die Samentütchen und viel Erfolg bei der Anzucht Eurer Gemüse- und Kräuterpflänzchen.

 

Ihr seht schon, im März ist mein Blogbeitrag schon kürzer als in den Monaten zu vor. Wahrscheinlich wird der Beitrag im April noch kürzer. Aber jetzt wollen wir alle ja wieder mehr Zeit im Garten und weniger Zeit am PC verbringen.

Das Gartenjahr

 

Februar

 

Von Lichtmess und dem 1. Gänseblümchen 

Spätestens am 2. Februar ist Schluss: Zu "Mariä Lichtmess" werden Tannenbäume aus Kirchen und Stuben geräumt und die Krippen abgebaut. Der christliche Feiertag ist traditionell somit das letzte Fest der Weihnachtszeit und zugleich ein Neubeginn, wenn Kerzen in Lichterprozessionen für das neue Jahr geweiht werden. Auch in anderen Kulturen war die Zeit Anfang Februar die Zeit des Lichtes.

Für uns Gärtner kennzeichnet Lichtmess ebenfalls einen Neubeginn.

Jetzt kann man es auch richtig merken, dass die Tage wieder länger werden, wir haben wieder mehr Licht und das Leben kehrt in unseren Garten zurück.

Die Hühner legen wieder mehr Eier, und an warmen sonnigen Tagen fliegen die ersten Bienen aus.

Winterling, Stiefmütterchen und Zaubernuss gehören zu den ersten Boten des Frühlings. Sie bringen schon im Februar mit ihren Blüten Farbe in den Garten.

 

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) gehört zu unseren immergrünen Pflanzen. Auch unter Eis und Schnee findest du seine Blattrosette. Zugegeben, ohne Blüte braucht es schon ein geschultes Auge, um die Pflanze zu erkennen.

Ihr Erscheinungsbild erinnert ein bisschen an Feldsalat. Und genauso kannst du die Blätter auch kulinarisch verwenden. Sie sind sehr schmackhaft und auch knackiger als der Feldsalat.

 

Blüten kannst du fast das ganze Jahr finden.

Es gibt eine alte Volksweisheit, diese lautet:

 

"Wenn du die ersten 3 Gänseblümchen, die dir im Jahr begegnen, mit dem Mund abbeißt und ganz schluckst, bist du das ganze Jahr vor Fieber, Augenkrankheiten und Zahnschmerzen geschützt."

 

Nicht mit den Fingern pflücken, sondern hinknien und abbeißen. Das ist der Trick dabei!

Kann ja eigentlich nicht schaden, vielleicht sollten wir es mal ausprobieren. J

 

Die Zaubernuss (Hamamelis) kann im wahrsten Sinne des Wortes zaubern. Sie zaubert uns in den, doch oft tristen, Februartagen Farbe in den Garten. Egal ob gelb oder orange, im donaunebelgrau leuchtet sie wunderschön.

Allerdings sind die heilenden Wirkstoffe der Zaubernuss nicht in den farbenfrohen Blüten zu finden. Dafür müssen wir noch ein bisschen warten und die frischen Blätter, junge Zweige und Teile der Rinde sammeln und destillieren. Das Hydrolat ist perfekt zur Bereitung von Kosmetika.

 

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt die Gehölze, also Bäume und Sträucher, zurück zu schneiden. Auch viele Obstbäume können jetzt geschnitten werden.

Bitte denkt auch daran das ab 1. März bis Ende September größere Rückschnitte aus Artenschutzgründen erst mal verboten sind.

 

Wir könnten auch schon ein kleines bisschen mit den Vorbereitungen für unseren Gemüsegarten beginnen. An einem hellen warmen Ort können wir Ende Februar die Aussaat von Chili und evtl. auch von Paprika beginnen. Außerdem kann man jetzt anfangen Süßkartoffeln ins Wasser zu stellen um sie antreiben zu lassen. Diese Triebe kann man dann später im Gartenjahr als Stecklinge in Töpfen weiterkultivieren bis sie Mitte Mai in Beet gepflanzt werden dürfen.

 

Ab März geht es dann richtig los.

Ich versuche im Februar noch ein bisschen Ruhe zu tanken damit ich mich ab März mit voller Kraft in die Pflanzenanzucht stürzen kann.

Das Gartenjahr

 

Januar

 

Vorbereitung ist die halbe Miete

 

 

Der Garten hält seinen wohlverdienten Winterschlaf.

Der Gärtner erfreut sich vielleicht an der glitzernden Schneedecke,

oder er erntet noch das ein oder andere Wintergemüse.

 

Natürlich ist es jetzt etwas ruhiger was die Arbeiten des Gärtners angehen.

Der Januar oder auch schon der Dezember sind die besten Monate sich einen

Plan und Gedanken über das neue Gärtnerjahr zu machen.

Jetzt ist die Zeit gekommen seine Saatgutbestände zu überprüfen,

welches Saatgut konnte letzte Saison gewonnen werden,

wo hat es leider nicht geklappt.

Welches Saatgut muss bestellt oder kann getauscht werden.

Ihr denkt dazu ist doch noch Zeit?

Natürlich muss man nichts überstürzen,

aber es ist doch jedes Jahr das gleiche,

und auf einmal ist März und April und dann wird es halt doch eng.

Vielleicht habt Ihr auch ein tolles Plätzchen gefunden,

wo noch eine neue Staude oder sogar

ein Bäumchen den Garten bereichert.

Auch das sollten wir in unseren Plan aufnehmen. 

Ja was für ein Plan eigentlich.

Es ist bei einem größeren Garten, einem Selbstversorger- und

Hobbysamengärtner - Garten durchaus sinnvoll

„Anbau oder Anpflanzpläne“ zu erstellen.

So ist die Chance höher nichts zu vergessen und man hat auch einen

besseren Überblick über die Fruchtfolgen.

Denn nicht jede Pflanze kann jedes Jahr ohne Probleme

auf dem gleichen Platz stehen.

Auch ein Blick in die Vorratskammer kann aufschlussreich sein.

Wenn noch 150 Gläser Marmelade und eingelegte Gurken

von letzter Saison auf dem Regal stehen,

können wir im neuen Gartenjahr vielleicht anstatt der Einlegegurken

mal einen neuen Kürbis oder eine andere Kohlsorte ausprobieren.

Jede Familie, jeder Haushalt hat seine eigenen Vorlieben, genau das

sollte bei Eurem Gartenplan berücksichtig werden.

Es gibt kein Standardprogramm für den Hobbygärtner.

Gemüsevielfalt, Beerenobst, Kräuter und vieles mehr

können nach eigenem Geschmack

und natürlich den regionalen Gegebenheiten angebaut werden.

Der Snackgarten zum sofort vernaschen ist genauso reizvoll wie der

Selbstversorgergarten mit Lagergemüse

oder der Kräutergarten für Tees und Räucherwerk.

Jeder Garten ist ein Unikat.

Nehmt Euch die Zeit und macht Euch jetzt schon Gedanken,

für einen guten stressfreien Start ins neue Gartenjahr.

Vereinssitz

Alte Gärtnerei e.V.

Ulmer Str. 3

86660 Tapfheim

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Bei Interesse oder Fragen können Sie uns per E-mail kontaktieren.

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