Alte Gärtnerei e.V.
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Gartenblog

Das Gartenjahr

September

Jetzt kommt er wirklich, der Herbst

 

 

Jetzt sind wir im Jahreskreis wieder ein Stück weiter gerückt.

Der September steht für Dankbarkeit und Pflege.

Wir dürfen am 22. September die Herbst Tag und Nachtgleiche feiern.

Danach werden die Tage wieder kürzer sein als die Nacht.

 

Jetzt denkt man sich ja, die Dankbarkeit das ist schnell erklärt aber die Pflege des Gartens, der Beete und das Verarbeiten der Ernte, darauf sollten wir unser Augenmerk richten.

Da geht uns dann aber einiges verloren.

Die Dankbarkeit ist ein wichtiger Teil und darf nicht unter den Teppich gekehrt werden.

Natürlich haben wir das ein oder andere Mal über das durchwachsene Wetter in diesem Sommer, und auch schon im Frühjahr, geschimpft.

Aber wenn wir uns jetzt die Zeit nehmen und überlegen für was wir die letzten Monate alles dankbar sein können, da kommt doch einiges zusammen:

  • Gesundheit für uns und unsere Familie
  • den Regen, der uns das gießen erspart hat, den Rasen wieder grün werden ließ und den Bäumen neue Kraft gespendet hat
  • das Obst und Gemüse welches wir schon geerntet haben oder noch auf die letzten Sonnenstahlen am Baum wartet
  • die Zeit mit unseren Liebsten
  • die Tiere und Insekten welche uns im Garten besucht haben oder ein Zuhause bei uns gefunden haben
  • Kräuter welche wir als Büschel gebunden, oder zum Trockenen ausgelegt haben, jetzt können wir ihre Wärme als Tee oder beim Räuchern mit in die kalte Zeit nehmen
  • Die Sonnenstahlen welchen doch den Weg zu uns finden, lassen uns die Zauberkraft noch mehr spüren und schätzen.
  • Hilfe welche wir erfahren haben oder welche wir schenken konnten in diesen Zeiten

Bestimmt fallen Euch da noch ein paar Erlebnisse und Geschenke der Natur ein für welche ihr Dankbar sein wollt.

 

Vielleicht wollt ihr das ganz im Stillen für Euch durchgehen oder mit Familie ein Feuer anzünden und gemeinsam über die letzten Monate nachdenken. Ein schöner Zeitpunkt für eine Räucherung, oder ein Reinigungsritual.

 

Jetzt aber zur Pflege.

 

Wie schon im August ist auch im September eine der Hauptarbeiten im Garten das Ernten von reifem Gemüse und Obst.

Bitte vergesst auch jetzt nicht, das nächste Gartenjahr steht schon vor der Türe, Saatgut nehmen nicht vergessen J

Die Kürbisse können jetzt auch schon auf den Tisch wandern, Zwetschgendatschi und Birnenmus lassen den Gaumen erfreuen.

 

Wer jetzt an den Winter denkt, der kann Feldsalat und Spinat säen. Am besten im Gewächshaus da bleiben die Blätter schön zart, für hartgesottene geht das natürlich auch draußen.

Wintersteckzwiebeln und Knoblauch könnte man jetzt auch stecken.

Abgeerntete Beete können jetzt gleich winterfest gemacht werden, entweder mit Stroh, Heu oder später mit etwas Laub abdecken oder vielleicht eine Gründüngung aussäen.

 

Ihr seht wir gehen mit großen Schritten auf das Ende des Sommers zu und treffen uns wieder im goldenen Oktober.

 

 

Das Gartenjahr

August

Heute schon an morgen denken

 

 

Vom Wetter wollen wir nicht schon wieder sprechen, na es gibt ja auch nichts Neues, da müssen wir diesen Sommer einfach durch.

 

Aber endlich können wir wenigstens mit dem ernten beginnen.

Jetzt ist allerdings Vorsicht geboten.

Nicht gleich alles aufessen und einkochen.

Wir wollen ja nächstes Jahr auch wieder Pflänzchen aus samenfestem Saatgut.

Wie man Saatgut von Tomaten entnimmt können unsere Mitglieder auf der Homepage im Mitgliederbereich nachlesen.

Bei guter Lagerung ist das Tomatensaatgut ein paar Jahre keimfähig.

 

Aus den „Resten“, wenn wir von den vielen verschiedenen Tomatensorten das Saatgut genommen haben, koche ich dann meist gleich eine leckere, fruchtige Tomatensoße.

 

 

Bei uns gibt es zum Glück jetzt auch noch ein bisschen mehr an Gemüse. Zucchini, Gurken, Mais, Aubergine und sogar die ein oder andere Paprika wird jetzt endlich reif.

So langsam muss ich mir auch Gedanken machen wie wir dieses Jahr die große Zahl an Trauben verarbeiten, welche in unserem Gewächshaus von der Decke hängen. Gelee habe ich noch von letztem Jahr. Also werde ich auf jeden Fall mal die Saftpresse aus dem Keller holen.

 

Für alle Kräuterfeen nicht vergessen, am 15.08 ist Mariä Himmelfahrt.

Traditionell werden an diesem Tag die Kräuterbüschel gebunden.

Zentral in der Mitte des Büschels ist es immer sehr schön eine Königskerze mit einzubinden, aber auch Beifuß, Johanniskraut und Schafgarben sollen nicht fehlen.

Über die Kräuterbüschel gibt es viele Mythen und auch viel Bräuche.

Ihr könnt den Strauß dann z.B. zum Schutz am Hauseingang aufhängen oder sobald alle Teile trocken sind die Pflanzenteile in den Rauhnächten verräuchern.

 

Zum Schluss gibt es noch schönes zu erzählen.

Wir haben „Nachwuchs“ bekommen

im Hühnerstall :-)

Zwei kleine Paduaner Küken sind geschlüpft.

Unsere Glucke Jenna ist eine ganz tolle Hühnermutter, den Kleinen geht es super. Sie laufen wuschelig durch den Stall und picken hier und da auf der Suche nach leckerem Futter.

 

Dann schauen wir mal was es nächsten Monat zu berichten gibt.

Das Gartenjahr

Juli

Wo sind denn die Tomaten hin?

 

 

Also im Juli bin ich ja sonst anderes gewohnt.

In den letzten Jahren hätte ich wahrscheinlich im Juli wenig Zeit gefunden einen Gartenblog zu schreiben.

Aber 2021:

Keine Kirschen für Saft und Marmelade,

Auch die Tomaten lassen auf sich warten.

Keine Soße zum Einkochen, keine Tomaten zum Trocknen.

Ein paar kleine Auberginen hängen an den Stöcken

und die Paprika brauchen heuer auch noch mehr Sonne.

 

Na gut, ich freu mich über die Gurken und Zucchini auch die Johannisbeeren lassen uns nicht im Stich.

Aber so richtig kommt das Sommerfeeling nicht auf.

 

Eigentlich ist jetzt auch meine Hochzeit zum Kräuter trocknen.

Die Kräuter wachsen bei dem Regen ja auch gut, aber zum Trocknen für Tee und zum Räuchern sollten die Kräuter natürlich nicht nass sein.

Die ein oder andere Regenpause konnte ich aber nutzen und hab schon Lavendel, Rosen, Beifuß, Johanniskraut und ganz viel Minze und Salbei getrocknet.

Auch ist es für die „Kräuterhexen“ jetzt an der Zeit Tinkturen und Öle anzusetzen.

 

Die Rosen habe ich dann gleich auch zurückgeschnitten, so bekomme ich mit Glück noch eine zweite Blüte.

 

Wer will kann jetzt noch das ein oder andere Gemüse für die Herbst- und Winterernte aussäen.

 

Dann hoffen wir mal es nächstem Monat von einer großen Ernte zu berichten gibt.

Bis dann.

 

Das Gartenjahr

Juni

2021 das Jahr der Laus

Oder öfter mal was Neues.

 

Ich weiß ja nicht wie es bei Euch im Garten so ist.

Aber bei uns dürfen wir uns jedes Jahr wieder über Bewohner freuen die „überhand“ nehmen.

Klar Läuse hat man jedes Jahr, aber heuer sind es extrem viele, nicht nur im Gewächshaus, sondern auch an unseren Sträuchern und Baumen.

Natürlich gehören Läuse zum gesunden System dazu … aber doch bitte nicht in solchen Massen.

Lange Rede kurzer Sinn.

Wir mussten was unternehmen.

Der ältere Johannisbeerstrauch kommt mit den Läusen schon irgenwie klar aber die Jungpflanzen, vor allem Aubergine und Paprika waren bei uns betroffen und brauchten unsere Unterstützung.

Wir haben uns dafür entschieden einmal das Ausbringen von Nützlingen zu testen.

Es durften Florfliegenlarven, Marienkäferlarven und Gallmücken bei uns einziehen.

Wir haben online bestellt und schon zwei Tage später waren die Tierchen im Briefkasten. Dazu gibt es eine Anleitung, denn jede Art mag es natürlich auf seine Weise bequem haben.

Die nächsten Tage sieht man noch nicht so viel aber jetzt ein paar Wochen später haben sich unsere Pflänzchen im Gewächshaus gut erholt.

Jetzt hoffen wir das sich die Nützlinge wohl fühlen und auch unsere Sträucher von den lästigen Läusen befreien.

 

Ansonsten fühlt sich der Juni noch nicht wirklich nach Juni an und der Regen, wenn es nicht gleich zu viel wird tut den Pflanzen auf jeden Fall gut, wenn die Temperatur jetzt sommerlich bleibt dann können wir doch auch noch mit einer Ernte rechnen.

 

Vergesst nicht das am 24.06 schon wieder Johanni ist.

Der längste Tag im Jahr.

Traditionell werden an diesem Tag der Sommersonnwende Feuer entzündet und man pflückt das Johanniskraut um damit das heilende Rotöl anzusetzen. Öle welche an diesem Tag angesetzt werden wird eine noch stärkere Wirkung nachgesagt.

Auch ist es immer eine wunderbare Aufgabe Johannibüschel zu binden. Ähnlich wie die Büschel zu Mariä Himmelfahrt werden sie getrocknet und können dann in den Rau-Nächten verräuchert werden.

 

Jetzt ist eine schöne Zeit für alle „Kräuter-Hexen“ so viele unzählige, heimische Kräuter locken mit ihrem Duft.

Und nach getaner Arbeit können wir uns mit einem „Hollerküchle“ belohnen.

 

Dann hoffen wir, dass wir bis Juli die Läuse im Griff haben und sind gespannt welche Tierchen uns nächstes Jahr überraschen werden.

Habt eine schöne Zeit.  

 

Das Gartenjahr

Mai

Alles neu macht der Mai

oder grün grün grün sind alle meine Kleider

 

 

Okay ein bisschen mehr Sonne wäre vielleicht schon schön so Anfang Mai.

Aber dafür dürfen wir uns über sattes Grün in den leuchtendsten Farben freuen.

 

Wer ein Gewächshaus hat, der ist vielleicht mit dem einpflanzen seiner Gemüsepflänzchen schon fertig.

Alle wärmebedürftigen Jungpflanzen welche nach draußen gepflanzt werden sollten noch etwas im warmen bleiben. Bei schönem Wetter dürfen sie sich schon mal an die Sonne gewöhnen und über Tags auf der Terrasse oder dem Balkon Platz nehmen. 

Nach den Eisheiligen, Mitte Mai, dürfen dann wirklich alle Pflanzen raus ins Freie.

 

Zuletzt haben wir jetzt noch die Bohnen in Töpfe gesteckt.

Damit ist für uns der Großteil der Gemüsepflanzen für dieses Jahr gesät.

Natürlich kommt immer noch der ein oder andere Salat oder dann später auch das Herbst und Wintergemüse.

 

Immer wenn ich an das Frühlingsgrün denke kommt mir der Waldmeister in den Sinn.

Wichtig ist ihn vor der Blüte zu ernten und wegen dem hohen Cumarin Gehalt vorsichtig mit der Pflanze umzugehen.

Maibowle ist wohl der Klassiker, aber auch ein Likör und ein Sirup aus der grüne Pflanze ist sehr lecker. Auch darf man den Waldmeister als Heil- und Räucherpflanze nicht unterschätzen.

 

Etwas spät sind dieses Jahr die Fichtenwipfel dran. Aber ich hoffe in den nächsten Tagen wieder Hustensaft und Likör aus den ganz frischen Spitzen ansetzen zu können.

 

Wenn ich so durch meinen Garten gehe und die vielen Blüten der Obstbäume und Sträucher sehe kann ich mich auf einen erntereichen Sommer und Herbst freuen. Damit uns die Vielfalt nicht ausgeht haben wir sogar noch 3 neue Apfelbäumchen gepflanzt.

Heuer darf ich zwei Hochbeete und drei kleinere Runde Beete mit meinen Kräutern bepflanzen, in der Hoffnung das diese dort nicht von der anderen Vegetation überwuchert werden. Einiges davon habe ich schon vorgezogen und anderes, wie z.B. Kornblume und Ackerringelblume werde ich direkt in die Beete säen.

Im Herbst freue ich mich dann auf neue Tee- und Räuchermischungen.

 

Ich wünsche Euch allen sonnige Stunden und Tage im Garten.

 

Das Gartenjahr

April

April April der macht was er will

 

Die Anzuchtbeete sind voll, die Kürbisgewächse (Gurken, Melonen, Zucchinis, und natürlich die Kürbisse) sind alle ausgesät, fehlt nur noch das gute Wetter.

 

Ich weiß ja nicht wie es Euch geht,

aber so langsam könnte der Schnee und das nass kalte Wetter auch mal aufhören.

 

Das Lieblingskraut aller Tomatenliebhaber das Basilikum stuppst schon aus der Erde, doch die Kapuzinerkresse darf noch etwas warten denn diese werden wir dann später direkt aussäen.

 

Spätestens im April sollten alle Beete für die neuen Pflanzen vorbereitet werden. Evtl. die Gründüngung unterhacken und die Erde auffüllen und auflockern. Beikräuter entfernen oder für Tee ernten ;-), jetzt kann man auch gleich noch die Beeteinfassung erneuern oder ausbessern.

 

Besonders freut mich am April immer das wieder frisches „Grün“ auf den Tisch kommt.

Bärlauch in allen Varianten, Rezepte dazu habt ihr sicher schon genug in Eurer Sammlung.

Auch der Schnittlauch und die Winterheckenzwiebel bereichern den Tisch mit frischer Pflanzenkraft.

Junge Löwenzahn- und Brenneselblätter sind nicht nur für Smoothies und Salate interessant, auch für den Tee können wir diese jetzt schon verwenden und trocknen.

Duftveilchen, Schlüsselblumen sowie Gänseblümchen machen den Rasen bunt. Auch hier dürfen wir ein paar Blüten für den Tee oder auch als Räucherwerk trocknen.

 

Wer jetzt schon für die nächste Erkältungswelle vorbereitet sein will sollte im April Ausschau nach Fichtenwipfel halten. Diese lassen sich zu einem leckeren und wirksamen Sirup aber auch zu einem Likör verarbeiten.

Auch als Salz gemischt mit Zitronenschale sind die Fichtenwipfel sehr schmackhaft.

Wenn man mit offenen Augen durch den Garten geht findet man natürlich noch viel mehr Kräuter welche jetzt ihre ersten zarten Blätter oder sogar schon kleine Blütchen aus der Erde strecken.

 

Ich wünsche Euch einen schön April und hoffe Eure Jungpflanzen sind schön kräftig am wachsen. 

 

Das Gartenjahr

 

März

 

Auf die Plätze fertig los ……

 

Jetzt geht es richtig los.

Das Gartenjahr kommt so richtig in Fahrt.

 

Die Paprika und Chili welche wir Ende Februar ausgesät haben können wir Mitte des Monats pikieren, natürlich brauchen es diese Pflänzchen trotzdem noch warm, also aufpassen wenn es Nachts oder auch unter Tags nochmal kalt wird.

 

Und wenn wir dann schon im Gewächshaus stehen, können wir gleich noch die leckeren, bunten Tomaten aussäen.

Was wir auf keinen Fall vergessen dürfen sind unsere Kräuter. Die meisten davon können wir auch schon jetzt vorziehen.

So haben wir im Sommer eine duftende Auswahl an leckeren Tee- und Küchenkräutern in unserem Garten stehen.

Je nachdem wie schnell unsere Saaten aufgehen können wir diese dann auch Ende dieses Monats oder spätestens Anfang April auch pikieren.

Die Zeiten im Gewächshaus geben uns jedes Jahr aufs Neue wieder ein Gefühl von Aufbruch und Neuanfang. Wenn wir die besondere Kraft dieser Zeit noch verstärken wollen, unterstützen wir dies mit selbstgemachtem Räucherwerk.

 

Wurzel für Tinkturen, Tees oder als Räucherkraut können im Herbst oder spätestens jetzt im „zeitigen“ Frühjahr ausgegraben werden.

Im Frühjahr schaue ich auch gerne meine Kräuter-, Samen-, und Wurzelvorräte durch und erstelle mir eine Liste welches Pflänzchen ich heuer auf jeden Fall trocknen und verarbeiten muss und wovon noch ein größerer Vorrat aus der letzten Gartensaison vorhanden ist.

Auch ein Blick in die Vorratskammer kann nicht schaden. Denn wenn noch 100 Gläser Marmelade im Regal stehen kann man diese Saison vielleicht das Augenmerk auf andere leckere Zubereitungen setzen und sich evtl. auch mal auf neue Rezepte und Kreationen wie z.B. Fruchtleder, Säfte oder Eis konzentrieren.

 

Der März ist auch noch mal eine gute Zeit um leichte Rückschnitte an Obstbäumen vorzunehmen.

(Ausgenommen Süßkirschen)

Lange Rede … ab an die Samentütchen und viel Erfolg bei der Anzucht Eurer Gemüse- und Kräuterpflänzchen.

 

Ihr seht schon, im März ist mein Blogbeitrag schon kürzer als in den Monaten zu vor. Wahrscheinlich wird der Beitrag im April noch kürzer. Aber jetzt wollen wir alle ja wieder mehr Zeit im Garten und weniger Zeit am PC verbringen.

Das Gartenjahr

 

Februar

 

Von Lichtmess und dem 1. Gänseblümchen 

Spätestens am 2. Februar ist Schluss: Zu "Mariä Lichtmess" werden Tannenbäume aus Kirchen und Stuben geräumt und die Krippen abgebaut. Der christliche Feiertag ist traditionell somit das letzte Fest der Weihnachtszeit und zugleich ein Neubeginn, wenn Kerzen in Lichterprozessionen für das neue Jahr geweiht werden. Auch in anderen Kulturen war die Zeit Anfang Februar die Zeit des Lichtes.

Für uns Gärtner kennzeichnet Lichtmess ebenfalls einen Neubeginn.

Jetzt kann man es auch richtig merken, dass die Tage wieder länger werden, wir haben wieder mehr Licht und das Leben kehrt in unseren Garten zurück.

Die Hühner legen wieder mehr Eier, und an warmen sonnigen Tagen fliegen die ersten Bienen aus.

Winterling, Stiefmütterchen und Zaubernuss gehören zu den ersten Boten des Frühlings. Sie bringen schon im Februar mit ihren Blüten Farbe in den Garten.

 

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) gehört zu unseren immergrünen Pflanzen. Auch unter Eis und Schnee findest du seine Blattrosette. Zugegeben, ohne Blüte braucht es schon ein geschultes Auge, um die Pflanze zu erkennen.

Ihr Erscheinungsbild erinnert ein bisschen an Feldsalat. Und genauso kannst du die Blätter auch kulinarisch verwenden. Sie sind sehr schmackhaft und auch knackiger als der Feldsalat.

 

Blüten kannst du fast das ganze Jahr finden.

Es gibt eine alte Volksweisheit, diese lautet:

 

"Wenn du die ersten 3 Gänseblümchen, die dir im Jahr begegnen, mit dem Mund abbeißt und ganz schluckst, bist du das ganze Jahr vor Fieber, Augenkrankheiten und Zahnschmerzen geschützt."

 

Nicht mit den Fingern pflücken, sondern hinknien und abbeißen. Das ist der Trick dabei!

Kann ja eigentlich nicht schaden, vielleicht sollten wir es mal ausprobieren. J

 

Die Zaubernuss (Hamamelis) kann im wahrsten Sinne des Wortes zaubern. Sie zaubert uns in den, doch oft tristen, Februartagen Farbe in den Garten. Egal ob gelb oder orange, im donaunebelgrau leuchtet sie wunderschön.

Allerdings sind die heilenden Wirkstoffe der Zaubernuss nicht in den farbenfrohen Blüten zu finden. Dafür müssen wir noch ein bisschen warten und die frischen Blätter, junge Zweige und Teile der Rinde sammeln und destillieren. Das Hydrolat ist perfekt zur Bereitung von Kosmetika.

 

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt die Gehölze, also Bäume und Sträucher, zurück zu schneiden. Auch viele Obstbäume können jetzt geschnitten werden.

Bitte denkt auch daran das ab 1. März bis Ende September größere Rückschnitte aus Artenschutzgründen erst mal verboten sind.

 

Wir könnten auch schon ein kleines bisschen mit den Vorbereitungen für unseren Gemüsegarten beginnen. An einem hellen warmen Ort können wir Ende Februar die Aussaat von Chili und evtl. auch von Paprika beginnen. Außerdem kann man jetzt anfangen Süßkartoffeln ins Wasser zu stellen um sie antreiben zu lassen. Diese Triebe kann man dann später im Gartenjahr als Stecklinge in Töpfen weiterkultivieren bis sie Mitte Mai in Beet gepflanzt werden dürfen.

 

Ab März geht es dann richtig los.

Ich versuche im Februar noch ein bisschen Ruhe zu tanken damit ich mich ab März mit voller Kraft in die Pflanzenanzucht stürzen kann.

Das Gartenjahr

 

Januar

 

Vorbereitung ist die halbe Miete

 

 

Der Garten hält seinen wohlverdienten Winterschlaf.

Der Gärtner erfreut sich vielleicht an der glitzernden Schneedecke,

oder er erntet noch das ein oder andere Wintergemüse.

 

Natürlich ist es jetzt etwas ruhiger was die Arbeiten des Gärtners angehen.

Der Januar oder auch schon der Dezember sind die besten Monate sich einen

Plan und Gedanken über das neue Gärtnerjahr zu machen.

Jetzt ist die Zeit gekommen seine Saatgutbestände zu überprüfen,

welches Saatgut konnte letzte Saison gewonnen werden,

wo hat es leider nicht geklappt.

Welches Saatgut muss bestellt oder kann getauscht werden.

Ihr denkt dazu ist doch noch Zeit?

Natürlich muss man nichts überstürzen,

aber es ist doch jedes Jahr das gleiche,

und auf einmal ist März und April und dann wird es halt doch eng.

Vielleicht habt Ihr auch ein tolles Plätzchen gefunden,

wo noch eine neue Staude oder sogar

ein Bäumchen den Garten bereichert.

Auch das sollten wir in unseren Plan aufnehmen. 

Ja was für ein Plan eigentlich.

Es ist bei einem größeren Garten, einem Selbstversorger- und

Hobbysamengärtner - Garten durchaus sinnvoll

„Anbau oder Anpflanzpläne“ zu erstellen.

So ist die Chance höher nichts zu vergessen und man hat auch einen

besseren Überblick über die Fruchtfolgen.

Denn nicht jede Pflanze kann jedes Jahr ohne Probleme

auf dem gleichen Platz stehen.

Auch ein Blick in die Vorratskammer kann aufschlussreich sein.

Wenn noch 150 Gläser Marmelade und eingelegte Gurken

von letzter Saison auf dem Regal stehen,

können wir im neuen Gartenjahr vielleicht anstatt der Einlegegurken

mal einen neuen Kürbis oder eine andere Kohlsorte ausprobieren.

Jede Familie, jeder Haushalt hat seine eigenen Vorlieben, genau das

sollte bei Eurem Gartenplan berücksichtig werden.

Es gibt kein Standardprogramm für den Hobbygärtner.

Gemüsevielfalt, Beerenobst, Kräuter und vieles mehr

können nach eigenem Geschmack

und natürlich den regionalen Gegebenheiten angebaut werden.

Der Snackgarten zum sofort vernaschen ist genauso reizvoll wie der

Selbstversorgergarten mit Lagergemüse

oder der Kräutergarten für Tees und Räucherwerk.

Jeder Garten ist ein Unikat.

Nehmt Euch die Zeit und macht Euch jetzt schon Gedanken,

für einen guten stressfreien Start ins neue Gartenjahr.

Vereinssitz

Alte Gärtnerei e.V.

Ulmer Str. 3

86660 Tapfheim

Kontakt

Bei Interesse oder Fragen können Sie uns per E-mail kontaktieren.

www.altegaertnerei@gmx.net

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